Meine Spielerkarriere fing Ende der 70er Jahre - an die Zeit davor kann ich mich als Baujahr 1971 nicht mehr erinnern - ganz klassisch mit Monopoly, Skat/Doppelkopf und anderen Kartenspielen an. Anfang bis Mitte der 80er kamen dann weitere Spiele hinzu: Risiko, Atlantis (das mit dem großen Turm), Focus und Scotland Yard. Wirklich viele Brettspiele habe ich in der Zeit nicht gespielt. Das änderte sich auch nicht bis Anfang der 90er. Ab und zu mal ein Auf Achse, Risiko oder Cafe International, das war es schon. In dieser Zeit war ich eher der Spielhallengänger: Flipper, Videospielautomaten und viel zu oft stumpfe Geldspielautomaten.

Ab Anfang der 90er Jahre änderte sich dann so einiges. Als erstes hörten ab Oktober 1992 meine Spielhallenbesuche auf, da ich jetzt stolzer Besitzer eines Super Nintendos war. Ein Jahr später kam ich dann mit meiner heutigen Frau zusammen. Sehr schnell stellten wir fest, dass wir beide sehr gerne spielen. Wir begannen mit den vorhandenen Spielen als 2er Partien: Cafe International, Rummikub und Rommé waren unsere Favoriten, wir hatten ja keine große Auswahl. :-)

Wir begannen die ersten gemeinsamen Spiele (insbesondere Partyspiele) zu kaufen, und trafen uns mit Freunden in großer Runde zu Trivial Pursuit, Outburst, Tabu und Co.. 1994 oder 1995 sind wir dann auch zum ersten Mal auf die Spiel in Essen gefahren: Ein Spieleparadies, das uns komplett überforderte. Um 15:00 war ich so platt von den Eindrücken, dass wir nach Hause fahren mussten. Es gab sogar Leute, die sich Dauerkarten für alle vier Tage kauften, wie bekloppt waren die denn? :-) Ab da kauften wir pro Jahr ca. 10 neue Spiele. Zwar trafen wir uns dann bald auch oft zum "Pärchenabend", aber leider war das höchste der Gefühle "Die Siedler von Catan". Alles andere war unseren Spielpartnern zu komplex und auch wir waren jetzt nicht unbedingt die Helden beim Regellesen.

Trotzdem kauften wir weiter fleißig Spiele, so dass wir 2005 ca. 150 Spiele unser eigen nennen durften. Viele davon waren noch ungespielt, da waren aber auch absolute "Strategiehammer" wie z.B. El Grande, Euphrat und Tigris, Löwenherz und Tikal dabei. Als wir uns im selben Jahr auf der Spiel umschauten, kam bei uns die Idee auf, dass, wenn es auf der Messe so viele Spieleverrückte gibt, bestimmt der eine oder andere auch in unserer Nähe wohnt. Glücklicherweise gab es inzwischen ja das Internet und ich fand relativ schnell die spielbox mit ihrer Spieler/Clubs Liste. Dann ging alles sehr schnell.

Bereits Anfang November 2005 besuchten wir zum ersten mal den damaligen Spieletreff im Herbrands (Köln). Nach einem leichten kurzen Starter kam für uns mit Caylus der Schock. So schlimm war es dann aber doch nicht, da wir auch weiterhin zu diesem und später zu anderen Spieletreffs gingen. Bereits im März 2006 kam mit unserer ersten Spielereise der nächste Schritt: Jetzt waren wir Spielefreks. Da sich in mir leider das Sammlergen sehr wohl fühlt, explodierte unsere Spielesammlung. Natürlich kauften wir uns jetzt auch Dauerkarten für die Spiel und ich schleppte jedesmal ein Menge Tüten zum Auto. Nach zwei Jahren mit Kaufzurückhaltung und Abgabe einiger Spiele hat sich unsere Sammlung inzwischen bei ca. 1.000 Spielen eingependelt (Stand November 2014).

Was spiele ich gerne: Alle, die mich kennen, werden sicherlich bestätigen, dass ich bei Brett- und Kartenspielen sehr unproblematisch bin. Ich sage selten nein und bin auch sehr experimentierfreudig. Natürlich spiele ich besonders gerne sehr gute Spiele, aber für mich sind nette Mitspieler mindestens genauso wichtig wie die Qualität des ausgesuchten Spiels. Sehr lange Spiele (ab 180 Minuten +) kommen bei mir nur sehr selten auf den Tisch. Zum einen fehlen mir dafür oft die Spielpartner und zum anderen hat man die Regel nach einem halben Jahr sowieso wieder vergessen. Trotzdem gibt es auch aus dieser Kategorie einige Spiele, die wir besitzen und ein paar wenige, die wir auch gespielt haben und die mir gut gefallen: z.B. Roads & Boats, Antiquity oder Florenza. Inzwischen habe ich mich damit abgefunden, dass ich solche Spiele nur sehr selten spiele. Das ist aber auch nicht schlimm, die Klasse "bis drei Stunden" ist ja auch sehr gut besetzt. :-) Dabei ist es mir egal, ob ein Spiel 10 Minuten oder 150 Minuten dauert, entscheidend ist für mich der Spielspass. Thementechnisch gibt es bei mir fast keine Einschränkungen. Auch bei Genres bin ich nicht besonders wählerisch, aber allzu belanglose Spiele (hat nichts mit der Spiellänge zu tun) können mir auf Dauer doch sauer aufstoßen. Eine Einschränkung gibt es dann doch. Bei sehr konfliktreichen Spielen (2er Partien sind gar kein Problem) fühle ich mich ab und zu nicht so wohl, deshalb muss ich gerade hier meine Mitspieler genau auswählen. Aber es gilt für mich: ausprobieren geht immer.

Meine Spielleidenschaft hört nicht bei den "klassischen" Brett- und Kartenspielen auf. Neben Pokerpartien kann ich mich auch für Magic the Gathering oder auch für andere "Sammelspiele" z.B. Star Trek Attack Wing und Krosmaster erwärmen. Dabei bemühe ich mich aufgrund meines Sammelgens um Distanz zu solchen Spielen, aber manchmal klappt es nicht.
Seit dem C64 meines Cousins und meinem Atari 2600 Anfang der 80er Jahre ist mein Interesse für "elektronische" Spiele nie ganz verflogen. Es gibt zwar immer wieder ein auf und ab bei der Intensität. Mit Wii, WiiU, PS3 und PS4 stehen mir neben dem Computer zumindestens genügend Quellen zur Verfügung. Im Gegensatz zu Brettspielen nimmt mich hier meistens ein Titel so in Beschlag (zur Zeit Diablo 3), dass ich für andere Titel keine Zeit habe. Die Leser aus meinem ersten "Website-Zyklus" wissen bereits, dass ich mich auch für "Spielarten" interessiere, die ich selber nicht aktiv betreibe (z.B. Live-Rollenspiel). Aus diesem Grund werde ich auch in Zukunft über meinen Tellerrand schauen und über mir unbekannte "Spielarten" berichten.

Was mich sonst noch so interessiert: Es gibt ein paar Spieletitel, bei denen man meine Begeisterung nur mit dem folgenden "Hintergrundwissen" verstehen kann. Man kann mich als Nerd ohne das übersteigerte Interesse an Technik beschreiben. Mit Star Trek und Star Wars kann man bei mir nie etwas falsch machen, auch wenn mich das erste Franchise noch mehr anspricht.
Seit ca. zwei Jahren lese ich auch wieder Comics. Da ich viel nachzuholen habe - meine erste Comicphase endete 1987 - lese ich querbeet. Meine Favoriten sind jedoch eindeutig die Marvel Superhelden, Batman, Hellboy und ein paar hässliche Zombies. :-) Natürlich finde ich diese Themen auch im Kino und als Serien im TV hochspannend. Generell bin ich ein absoluter Fan von großem Popcorn Kino. Fantasy, Mystery, Science Fiction und Action, da bin ich sehr schmerzfrei. Darüber hinaus bin ich absoluter Serienfan. Egal ob Fringe, Person of Interest, Firefly, Game of Thrones oder die anderen Super Serien der letzten 10 Jahre. Wenn diese Themen dann in Lizenzspielen auftauchen, bin ich Feuer und Flamme. So sind in den letzten Jahren einige Spiele zu diesen Themen herausgekommen, die mir sehr gut gefallen: z.B. Star Trek Attack Wing, Battlestar Galactica und Marvel Legendary. Solltet ihr also demnächst eine Rezension von mir zu einem solchen Spiel lesen, denkt daran: Thomas ist ein großer Fan von solchen Themen.

 

 

   
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